Byron Bay Rückblick

25.07.2008, 19:08:

So, da sind wir wieder und ich muss sagen: Es war frisch kühl saukalt! Wir haben drei Tage Dauerregen und starken Wind gehabt und es gibt wirklich schöneres als am Meer zu stehen und zu frieren..

Aber der Reihe nach:

Am Mittwoch sind wir hier morgens losgefahren und auf dem Weg wurde das Wetter schon schlechter. In Byron Bay angekommen hieß es dann erstmal, dass nicht gesurft wird, sondern eine Wanderung zum Leuchtturm unternommen wird. Jetzt kommt etwa der Tiefpunkt des ganzen Ausfluges:

Wir sind zwei Stunden lang im strömenden Regen einen steilen Berg hochgestolpert (matschiger Weg) um dann am Leuchtturm angekommen die Aussicht auf einen nebligen Strand zu genießen.. Sagen wir mal so: Wäre das Wetter gut gewesen, hätte alles riesigen Spaß gemacht und die Aussicht wäre fantastisch! So waren wir einfach bis auf die Knochen nass und durchgefroren. Aber wir haben die Reise ja mit Extreme Adventures gemacht, also war der Name Programm.

Abends ging es dann in eine nette kleine Bar, die wir dann mit unseren 130 Mann gestürmt haben (+ andere Gäste waren auch noch da). Das Ergebnis hiervon war, dass wir auf den Tischen gesessen haben (auch mal eine nette Erfahrung ), weil alle reinpassen mussten. Typisch australisches Chaos eben! War aber sehr lustig muss ich sagen. Netterweise sind die Getränke auch im Laufe des Abends teurer geworden - bei 4,50 AUD war dann die Schmerzgrenze erreicht und es wurde (zumindest von unserer kleinen Gruppe) kein Bier mehr gekauft.

Als wir uns dann nachts auf den Weg ins Hostel gemacht haben, hat eine der Norwegerinnen, die uns begleitet haben dann die Erfahrung gemacht, dass sie Wildfremden nicht trauen sollte.. Waren zwei Kerle, die, als wir sagten, dass wir nicht genau wissen, wo unser Hostel ist, uns in die falsche Richtung schicken wollten und doch sehr aufdringlich waren ("Group Hugs!!" "C'mon I'll keep you warm" "Let us get into your room, no one will notice, we'll be gone before the morning" ).

Irgendwann hat einer versucht bei so einer Aktion nach meiner Tasche zu greifen - leider pass ich immer auf... Naja auf jeden Fall wollte die Norwegerin dann noch etwas alleine mit den beiden bleiben und seitdem ist ihre Kreditkarte und ihr Führerschein weg. 

Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Aber mehr als warnen kann man auch nicht..

 

Donnerstag ging es dann zum Kajakfahren - aufs Meer! Man erinnere sich, was ich am Anfang geschrieben habe: Es war windig. Sehr windig. Und das bedeutet: Riesenwellen! Das war ein Spaß.. ich hatte am Anfang doch ziemlichen Respekt vor den Wellen, aber nachdem uns die Instructors hingewiesen haben, wie wir richtig durch die Wellen kommen war es kein Problem.. zumindest aufs Meer raus. Eigentlich war wir da, um Delfine zu beobachten, aber die waren wohl irgendwo anders unterwegs, also drehten wir wieder um..

Und ab da nahm das Unheil seinen Lauf: Die Wellen waren mittlweile verdammt hoch, da ein Sturm aufgezogen war und es regnete so stark, dass wir nichts mehr sehen konnten. Jede Welle war ein riesiger Kraftakt und irgendwann kam eine so hohe.. erst wurde das Kajak schneller und schneller und dann... lagen wir auch schon im Wasser. Zusammen mit einem anderen Boot, dass auch umgekippt wurde paddelten wir gegen die Strömung (anstrengend) und versuchten dabei die Paddel nicht zu verlieren (noch anstrengender) und das Kajak wieder umzudrehen (unmöglich).. freundlicherweise hatte Poseidon nicht vor uns dabei zu unterstützen und schickte uns noch mehr Wellen. Irgendwann haben wir dann den Strand doch erreicht und was soll ich sagen - auf die Badetour hätte ich locker verzichten können!

Abends ging es dann wieder in eine Bar zum Feiern..

25.7.08 11:44

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